Kategorie: Lasst uns übers Wetter reden!

Das Problem mit den Flutwellen

In den letzten Tagen hat sich entlang des gesamten Laufes der Elbe eine Flutwelle mit lang gezogenem Scheitel ihren Weg Richtung Norden gebahnt. Wie drastisch die Konsequenzen sein können, sieht man besonders am Beispiel eines kleinen Ortes, den man in den letzten Tagen ständig in den Nachrichten hört: Fischbeck in Sachsen-Anhalt. Dort werden sogar Lastenkähne gesprengt, um lange Deichbrüche zu schließen. Ortschaften, die 10 km entfernt von der Elbe liegen, stehen unter Wasser. Mehr als 200 Quadratkilometer Land sind geflutet – unvorstellbare Dimensionen. Sandsäcke

Dabei waren die Niederschläge dort doch gar nicht so schlimm, wie in Bayern, Teilen von Sachsen und Thüringen, wo mittlerweile die Aufräumarbeiten schon in vollem Gange sind. Wie kann das Ausmaß der Flut dort nach dem Ende der eigentlichen Regenwochen so verheerend sein?

Die Antwort ist so einfach wie drastisch: All das Wasser, was die Elbe entlang ihres Laufes aufnehmen musste, was durch den nassen Boden nicht mehr aufgenommen werden konnte, was durch begradigte Flussverläufe und zu wenige Auen- und Polderflächen einfach keinen anderen Raum mehr gefunden hat, das sorgt jetzt für einen unheimlich hohen Pegelstand in all den Bundesländern, die die Elbe bis zu ihrer Mündung in die Nordsee durchfließt.

Auch wenn beispielsweise die Landwirte in Sachsen-Anhalt wahrscheinlich keine existenziellen Schäden durch die Niederschläge direkt vor Ort erlitten hätten, so verlieren jetzt viele von ihnen doch ALLE Ernteerträge durch die Wassermassen, die die Elbe von entfernten Gebieten mit sich bringt.

 Weil „Die Wetterversicherung“ eine echte Katastrophendeckung sein soll, die genau dann hilft, wenn Betriebe sich von existenzgefährdenden Risiken konfrontiert sehen, berücksichtigen wir auch diesen Zusammenhang. Für Landwirtschaftsunternehmen, deren Flächen in gefährdeten Gebieten links und rechts eines Flusslaufes liegen, schaffen wir gerade Möglichkeiten, sich gegen solch eine Flutwelle abzusichern, die wir jetzt erleben. Zum einen schaffen wir die Möglichkeit, Flusspegelstände als ein weiteres auslösendes Moment mit in “Die Wetterversicherung” zu integrieren. Darüber hinaus werden wir die Großwetterlage der letzten Maiwochen bis Anfang Juni genau analysieren und die Niederschläge an Orten entlang der Flussläufe untersuchen. So schaffen wir die Möglichkeit, auch die Niederschläge an eigentlich vom Betriebsstandort entfernten Orten mit zu bewerten. So erkennen wir Flutwellen die den Betrieb mit hoher Wahrscheinlichkeit treffen und können Versicherungsschutz dafür anbieten.

Wir sichern Landwirtschaft.

Freundliche Grüße

Sebastian Mahler

Produktmanager

 

Pollen immer aggressiver: Feind im Anflug

Heuschnupfen

Die Temperaturen sind wärmer geworden. Für viele Menschen spielen sich allerdings die Frühlingsgefühle nicht in der Seele ab, sondern in der Nase – Pollenalarm!

Menschen, die unter Pollenallergie, landläufig auch Heuschnupfen genannt, leiden, müssen sich in der warmen Jahreszeit mit juckender Nase, brennenden Augen und Niesattacken wohl oder übel arrangieren, dagegen machen kann man kaum etwas.

Jetzt haben Wissenschaftler herausgefunden, dass nicht nur die Menge der Pollen zunimmt, sondern, dass diese auch immer aggressiver werden. „Wir haben festgestellt, dass der Klimawandel die Pollenbelastung für den Menschen ganz massiv verändert. Wir haben eine frühere Pollensaison und auch immer mehr Pollen in der Luft.“,  sagt Professorin Annette Menzel, Ökoklimatologin an der Technischen Universität München. „Inzwischen kann es sogar Menschen treffen, die bisher noch keine Allergie hatten.“, so Menzel weiter.

Jeder vierte Bundesbürger leidet, einer Studie zufolge, an Heuschnupfen, Tendenz steigend. Die Allergien der Betroffenen werden auch immer schlimmer. Bei der Studie hatte Annette Menzel 23 Pflanzenarten auf 13 europäischen Ländern zusammengetragen und sie auf zunehmende Pollenbelastung untersucht.

„In dieser groß angelegten Studie konnten wir feststellen, dass die Anzahl der Pollen überall zugenommen hat. In ländlichen Gebieten um ein Prozent, in der Stadt um drei Prozent. Wenn man das jetzt über 10, 20 Jahre hochrechnet, kommen Anstiege um 20 bis 30 Prozent dabei heraus“, ist Menzel vom Ergebnis überzeugt.“ Grund für die Zunahme der Pollen ist, dass die Pflanzen durch eine durchschnittliche Erwärmung des Klimas, immer bessere Wachstumsbedingungen und auch ausgedehntere Wachstumsphasen im Jahresablauf haben. Durch die Erwärmung werden Zeiten, in denen Pollen Pause machen, immer kürzer.

 

Das Wetter morgen

Wetterstation auf der Zugspitze

Schon Mark Twain meinte scherzhaft: „Alle reden vom Wetter, aber keiner tut was dagegen”. Das ist wohl wahr, man kann auch nicht wirklich was gegen das Wetter machen. Allerdings kann man es beobachten, einschätzen und Maßnahmen, beispielsweise bei angekündigten Unwettern, treffen.

Aber wer beobachtet die Entwicklung des Wetters und teilt es uns über die Medien mit?

Die höchste Wetterwarte Deutschlands liegt auf der Zugspitze auf genau 2.962 Metern über dem Meeresspiegel und wurde bereits 19. Juli 1900 nach zweijähriger Bauzeit eröffnet. Initiiert wurde die Station von mehreren bayrisch-königlichen Ministerien, die auch die finanziellen Mitteln stellten. Inzwischen wird die Warte von Deutschen Wetterdienst betrieben, dessen Mitarbeiter das Wetter mit Messgeräten, aber auch mit freiem Auge beobachten. Die Technik liefert beispielsweise die Werte von Luftdruck, Temperatur, Windrichtung. Mit bloßem Auge können Sicht, Wolkenart, Wolkenhöhe und so weiter beobachtet werden.

Neben den Medien, denen die Bevölkerung erfreuliche oder weniger erfreuliche Wetternachrichten entnimmt, beliefert der DWD auch den Tourismus mit dem Wintersportwetter. Auch die Beobachtung des Wachstums und der Entwicklung von Pflanzen (Phänologie) sowie die Messung von Radioaktivität gehört zu den Aufgaben.

Deutschlandweit betreibt der Wetterdienst 179 hauptamtliche Wetterwarten und Wetterstationen, 35 davon sind rund um die Uhr besetzt, darunter 16 Flugwetterwarten an internationalen Verkehrsflughäfen. 114 Warten werden vollautomatisch ohne Personal betrieben, davon vier maritime Stationen.

 

Wie wird das Wetter?

Wie wird das Wetter?Diese Frage ist Laufe der Jahrhunderte zur Floskel geworden. Gibt es aber darauf wirklich eine Antwort? Wenn ja, wer kann sie beantworten und sind die Antworten derer, die sich die Beantwortung zur Aufgabe gemacht haben, sicher?
Moderne Methoden der Meteorologie, also der Wetterkunde, sind bereits soweit vorangeschritten, dass man bis auf einen gewissen Prozentsatz die aktuelle Wetterentwicklung vorherbestimmen kann, ein Restrisiko bleibt allerdings immer.

Wir leben in Mitteleuropa in einer der eher gemäßigten Zonen der Erde. Von extremen Wetterphänomenen, wie etwa karibischen Hurricans oder Naturkatastrophen, wie dem Zunami 2004 in Thailand, blieben wir Gott sei dank bisher verschont.
Dennoch lauern Gefahren, seltener für  Leib und Leben, sondern vor allem für die Landwirtschaft.

Eine dieser einschneidenden “Himmelsereignisse”, die es auf Grund und Boden abgesehen haben, ist der Hagel. Auch 2012 verursachte dieser wieder Millionenschäden quer durch die Republik. Hagel ist zwar von den Wetterdienststellen vorhersehbar, sogar mit bloßem Auge kann man den vorhergehenden gelblichen Himmel beobachten, doch verhindern kann man ihn in der Regel nicht. Versuche, die Eisklumpen durch Lärm, wie etwa mit Kirchenglocken oder durch Kanonenschüsse, zu verjagen, scheiterten im Laufe der Jahrhunderte kläglich.
Wie Studien der letzten Jahre ergaben, scheint der Anstieg der Hagelhäufigkeit mit dem Klimawandel in Verbindung zu stehen. So stieg laut der Uni Karlsruhe die Hagelhäufigkeit von fünf Tagen 1986 auf 34 im Jahr 2004.

Von der Gewalt des Wassers kann vorallem die Bevölkerung aus dem Osten Deutschlands berichten. So waren vom Elbhochwasser 2002 mehr als 1.300 landwirtschaftliche Betriebe unmittelbar betroffen.

Auch Stürme, die auch erhebliche Schäden anrichten, scheinen sich in den letzten Jahren gehäuft zu haben. Ob dies auch mit der Klimaveränderung zu tun hat, ist noch nicht ganz klar.

Alle diese Katastrophen lassen sich nicht verhindern, durch Prävention und dem richtigen Risikomanagement und entsprechenden Risikotransfer sich Schäden allerdings begrenzen.

Schon bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf 9 Mrd. Menschen angestiegen sein. Ernährung wird ein noch zentraleres Thema sein, denn 9 Mrd. Menschen brauchen deutlich mehr Lebensmittel. Dafür ist eine hochleistungsfähige Landwirtschaft zwingend notwendig, die ihre Erträge durch Risikomanagement sichert und bei nicht vermeidbaren Schäden durch Witterungsereignisse wirtschaftlich so abgesichert ist, dass die in der nächsten Ernteperiode entsprechend neu angebaut werden kann. Die passenden Lösungen dafür wird die gvf VersicherungsMakler AG als Betreiber dieses Blogs liefern. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, für die Landwirtschaft neue Methoden des Risikotransfers zu entwickeln und mit unseren Versicherungspartnern zur Verfügung zu stellen. Dafür beschäftigen wir uns mit allen Themen und Fragen rund um das Wetter.

Mit diesem Blog möchten wir sie daran, aber auch an dem was wir tun und den Schritten unserer Produktentwicklung teilhaben lassen. Wir laden Sie herzlich ein – diskutieren Sie mit! Wir würden uns freuen, hier regelmäßig auf Ihr kritisches Feedback und Fragen von Ihnen antworten zu dürfen.

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