Category: Lasst uns übers Wetter reden!

Klimawandel: Deshalb starben zehntausende Vögel

Wissenschaftler haben den Grund für ein Massensterben von Vögeln an der Westküste der USA und an der Küste Alaskas ermittelt – eine Auswirkung des Klimawandels.

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Foto: Karsten Bergmann/pixabay.com

2015 und 2016 sind an der US-Westküste und an der Küste Alaskas zehntausende tote Vögel angespült worden. Wissenschaftler standen vor einem Rätsel. Wie Zeit Online berichtet, haben Forscher jetzt den Grund herausgefunden. Betroffen waren Trottellummen. Diese zählen zur Gattung der Alkenvögel und sind trotz der Ähnlichkeit nicht mit den Pinguinen verwandt. Das Massensterben ist eine Folge des Klimawandels.

Todesursache ist Nahrungsmangel

Forscher des Alaska Science Center des U.S. Geological Survey haben laut Zeit Online ermittelt, dass das Massensterben an Nahrungsmangel aufgrund zu hoher Meerestemperaturen liegt. Die Erkenntnisse haben die Wissenschaftler im Fachmagazin PLOS ONE veröffentlicht. Der großen Ansammlung an zu warmen Wasser haben die Forscher den Spitznamen “Blob” gegeben, was so viel wie Klecks bedeutet.

Klimawandel hat Auswirkung auf Nahrungskette

Trottellummen ernähren sich von Fischen, die wiederum Plankton fressen. Aufgrund der Meereshitzewelle sei die Menge und die Qualität der Kleinstlebewesen gesunken, zitiert Zeit Online die Forscher. Das hatte einen Rückgang der Fische zur Folge. Des weiteren haben die Wissenschaftler festgestellt, dass sich das warme Wasser auf den Stoffwechsel der Raubfische auswirkt. Aufgrund eines höheren Energieumsatzes mussten sie mehr Beute machen. Diese partielle Erwärmung des Meeres bringen die Forscher unmittelbar mit dem Klimawandel in Verbindung.

Prognose 2020: Was steckt hinter Begriffen wie “Horrorsommer”?

Was hat es mit Meldungen wie “Horrorsommer 2020” auf sich? Der Deutsche Wetterdienst meldete sich zu solchen Prognosen zu Wort.

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Foto: Tanja Esser/stock.adobe.com

In Medien ist immer wieder von einem bevorstehenden “Horrorsommer” zu lesen. In den vergangenen zwei Jahren haben Dürreperioden die Landwirtschaft schwer getroffen. Gemüse-, Obst und Getreidebetriebe hatten mit erheblichen Einbußen zu kämpfen, Viehhalter waren von Futtermangel betroffen. Wie fällt die Prognose für 2020 aus Sicht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) aus?

Was hat es mit schlimmen Prognosen auf sich?

Laut dem Internetportal infranken.de hatte in den vergangenen Monaten der Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst q.met Begriffe wie “Vorhersage des Grauens” und “Schockprognose” geprägt. Die fränkische Nachrichtenseite ist Jungs Prognosen auf den Grund gegangen und hat beim DWD nachgefragt, was wir im kommenden Sommer zu erwarten haben.

DWD relativiert Prognose

Wie infranken.de weiter schreibt, hält der DWD ein weiteres warmes Jahr für plausibel. Dies werde durch die Vorhersagen der bevorstehenden vier Jahresmittel beziehungsweise durch die Durchschnittstemperatur gestützt, zitiert das Portal den Deutschen Wetterdienst. Mittelfristige Prognosen des vom Forschungsministerium geförderten Projektes MiKlip (“Mittelfristige Klima-Prognosen”) zeigten ähnlich hohe Werte.

Der DWD relativiert infranken.de gegenüber allerdings die Werte. “Wie sich dieser Temperaturanstieg auf die Bundesrepublik auswirkt, wird Gegenstand der Auswertung kommender Langfristprognosen sein, in denen auch immer viele Unsicherheiten zu berücksichtigen sind”, teilte der DWD dem Nachrichtenportal mit. Eine erste eindeutige Sommerwetter-Prognose hat der DWD demnach für Anfang März angekündigt.

Australien: Phänomen macht Brände noch gefährlicher

Feuerwolken und Feuergewitter machen die Brände in Australien noch schlimmer. Auch in Deutschland sei bei Waldbränden das Phänomen möglich, so ein Meteorologe. Continue reading

Wetterphänomen bringt Wintereinbruch

Für Januar haben Meteorologen Kaltluft vorausgesagt. Verantwortlich ist ein Wetterphänomen – die sogenannte Rossby-Welle.
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Beunruhigendes Wetterphänomen in Grönland

Ein dänisches Forscherteam hat ein Wetterphänomen beobachtet, das schlimme Folgen für Lebewesen hat.

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Foto: Thomas Ritter/pixabay.com (Symbolbild)

Wie merkur.de berichtet, hat ein dänisches Forscherteam in Grönland bereits 2018 beobachtet, dass es im Winter so stark geschneit hatte, dass der Schnee über den Sommer liegen blieb. Das Wetterphänomen bereitet den Wissenschaftlern der Universität Aarhus Sorgen. Obwohl die Durchschnittstemperatur auf der Insel im Sommer gerade mal 6 Grad beträgt, ist das dennoch ungewöhnlich. Trotz der verhältnismäßig niedrigen Temperaturen gibt es in Grönland eine große Artenvielfalt. Die Tier- und Pflanzenwelt hat sich den Bedingungen angepasst.

Wetterphänomen hat katastrophale Folgen

Die Tiere hatten sich im Laufe der Evolution so an die Umgebung angepasst, dass sie sich auch bei den Sommertemperaturen, die in Europa im Dezember normal sind, vermehren können. Doch die sommerliche Schneedecke verhinderte das. Sowohl Tiere als auch Pflanzen in der Region konnten sich 2018 nicht vermehren. „Ergebnis war das größte reproduktive Scheitern eines Ökosystems, das in den 20 Jahren seit Beginn der Messungen aufgetreten ist“, zitiert merkur.de die Forscher. Infolge brach die komplette Nahrungskette zusammen. Erst im Spätsommer taute der Schnee. Vögel schlüpften deswegen später. Im Herbst setzt allerdings schon wieder der Frost ein. Das bedeutet, dass sie nicht genug Zeit haben, heranzuwachsen.

Folge des Klimawandels

Auf den ersten Blick widerspricht Schnee im Sommer den Erkenntnissen zur Erderwärmung. Doch die Forscher sehen in dem Beobachteten einen Ausblick, auf das was uns erwartet, wenn die Erderwärmung nicht gestoppt wird. Denn der Klimawandel bringt nicht nur steigende Temperaturen mit sich. Durch die komplizierten atmosphärischen Vorgänge, wie eine Veränderung des Wetterphänomens El Niño, muss man auch mit anderen Auswirkungen, wie extremen und unvorhersehbaren Niederschlägen und Stürmen, rechnen.

Welternährung: Jetstream könnte globale Kornkammern vernichten

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Antarktis: Warum regnet es am Südpol trotz eisigen Temperaturen?

US-Wissenschaftler beobachteten in der Antarktis stundenlangen Nieselregen. Aber wie ist das trotz Minustemperaturen möglich?

Regen trotz Minusgraden? Am Südpol herrschen Temperaturen von minus 20 bis minus 70 Grad. Die tiefste Temperatur, die in der Antarktis je gemessen wurde, ist minus 89,2 Grad Wie mdr.de berichtet, haben Wissenschaftler der Pennsylvania State University beobachtet, dass in der Antarktis auch schon mal Nieselregen auftreten kann.

Großflächiger Regen in der Antarktis

Laut dem mdr.de-Bericht zeigen Messungen mit Satelliten und Lasern, dass es auf einer Länge von etwa 1.000 Kilometern entlang der Rossmeerbucht bei minus 25 Grad sieben Stunden lang geregnet hat. Schneekristalle entstehen nur, wenn in der Wolke feine Partikel vorhanden sind. Die Wissenschaftler stellen bei Messungen fest, dass diese fehlten. Die Luft war sauber.

Schnee braucht Staub

Heike Wex vom Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) in Leipzig erklärt gegenüber mdr.de: “In einem reinen, flüssigen Wassertröpfchen muss zunächst eine Energiebarriere überwunden werden. Es wird erst bei minus 38 Grad Celsius gefrieren.”

Schon die Entstehung von Regen setze Feinstaubpartikel in der Atmosphäre voraus, erklärt Wex. “Wolkentropfen wachsen auf diesen Aerosolen”. Erst wenn sie gefrieren, können sie genug weiteres Wasser anziehen, um schwer genug zu werden und herunterzufallen. “Im diesem Fall tauen sie wieder auf und kommen als Regen bei uns am Boden an. Ohne Staub wäre das nicht möglich”, so die Wissenschaftlerin.

Neues System kann Blitzeinschläge genau vorhersagen

Ein in der Schweiz entwickeltes im Verhältnis kostengünstiges System kann Blitzeinschläge frühzeitig lokalisieren. Continue reading

Klimawandel: Meerestemperaturen sorgen für Schneechaos in Österreich

Die heftigen Schneefälle in Österreich und die Überschwemmungen in Venedig haben die gleiche Ursache: Das Mittelmeer ist zu warm, eine Folge des Klimawandels.

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Foto: pixabay (Symbolbild)

In Österreich und Südtirol kam es vor gut einer Woche zu einem plötzlichen und heftigen Wintereinbruch. Hangrutsche zerstörten Häuser, ganze Dörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten. Es gab einen Toten und mehrere Verletzte. Inzwischen hat sich die Lage entspannt, Experten warnen aber vor weiteren Steinschlägen. Das alles sind Auswirkungen des Klimawandels.

Schnee in den Alpen, Regen in Norditalien

Das Schneechaos in Österreich hat die gleiche Ursache, wie der Starkregen in Venedig, der zu dem katastrophalen Hochwasser führte: Wie orf.at berichtet, sorgt das zu warme Mittelmeer für die heftigen Wetterkapriolen. Laut der ORF-Wetterredaktion lägen die Wassertemperaturen derzeit ein bis drei Grad über den für die Jahreszeit durchschnittlichen Werten. Durch die höheren Temperaturen des Wassers nahm die Luft mehr Wasser auf. Dieses kam als Regen und Schnee auf die Erde zurück.

Mittelmeer reagiert besonders auf Klimawandel

Laut internationalen Forschern, die sich in der “Union für den Mittelmeerraum” (UFM) zusammengefunden haben, ist das Mittelmeer besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen. Die mediterrane Erwärmung schreitet um 20 Prozent schneller voran als der globale Durchschnitt. Laut der Wissenschaftler steigen die durchschnittlichen Temperaturen bis zur Jahrhundertwende um 4 bis 5 Grad Celsius an. Das hat einen Anstieg des Meeresspiegels um mehr als einen Meter zur Folge.

 

Kann Nebel mehr als ärgerlich für Autofahrer zu sein?

Nebel hat auch seine guten Seiten, wie zwei Beispiele zeigen.

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Foto: pixabay

Der November gilt als der Nebelmonat. Gerade für Autofahrer sind Nebelschwaden über Landschaft und Straßen ärgerlich, Vorsicht ist geboten. Doch hat der Nebel auch Vorteile?

Nebel dämmt Waldbrandgefahr ein

Nach den heißen vergangenen Sommern herrscht in der Vegetation, vor allem im Boden selbst, noch immer Wassermangel. Wie Wissenschaftler der Bayerischen Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft schon vor einigen Jahren nachgewiesen haben, verhindert Nebel Waldbrände. Wie Messergebnisse aus den 18 bayerischen Waldklimastationen zeigten, wird insbesondere in Nadelwäldern der Nebel von den Baumkronen ausgekämmt und gelangt in den Boden. Auf diese Weise wird dem Wald mehr Wasser zugeführt als er momentan verdunstet. In den höheren Lagen der Alpen und des Bayerischen Waldes lag dagegen die potentielle Verdunstung durch die fehlenden Nebeldecken um das drei- bis vierfache höher als in niedrigeren Lagen. Damit gelangte praktisch kein Wasser in den Waldboden.

Nebel für Trinkwasser und Bewässerung

Nebel besteht aus Wassertropfen. Im Rahmen eines Projektes in Peru versucht man mit Nebelfangnetzen, Wasser aus dem Nebel zu ziehen und als Trinkwasser zu nutzen. Wie daserste.de berichtete, kondensiert der Nebel dabei an Folien, worauf sich das Wasser sammelt und tröpfchenweise hinabgleitet. Über eine Rinne wird das gesammelte Wasser in eine Zisterne geleitet. Dem Bericht zufolge können an guten, also an besonders nebeligen, Tagen bis zu 200 Liter Wasser gesammelt werden. “Mit dieser Idee wollen wir der Regierung zeigen, dass man mit ein bisschen Intelligenz das Leben der Menschen hier verändern kann”, zitiert daserste.de den Erfinder Abel Cruz. In der peruanischen Hauptstadt haben zwei Millionen Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser.