Antarktis: Warum regnet es am Südpol trotz eisigen Temperaturen?

US-Wissenschaftler beobachteten in der Antarktis stundenlangen Nieselregen. Aber wie ist das trotz Minustemperaturen möglich?

Regen trotz Minusgraden? Am Südpol herrschen Temperaturen von minus 20 bis minus 70 Grad. Die tiefste Temperatur, die in der Antarktis je gemessen wurde, ist minus 89,2 Grad Wie mdr.de berichtet, haben Wissenschaftler der Pennsylvania State University beobachtet, dass in der Antarktis auch schon mal Nieselregen auftreten kann.

Großflächiger Regen in der Antarktis

Laut dem mdr.de-Bericht zeigen Messungen mit Satelliten und Lasern, dass es auf einer Länge von etwa 1.000 Kilometern entlang der Rossmeerbucht bei minus 25 Grad sieben Stunden lang geregnet hat. Schneekristalle entstehen nur, wenn in der Wolke feine Partikel vorhanden sind. Die Wissenschaftler stellen bei Messungen fest, dass diese fehlten. Die Luft war sauber.

Schnee braucht Staub

Heike Wex vom Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) in Leipzig erklärt gegenüber mdr.de: „In einem reinen, flüssigen Wassertröpfchen muss zunächst eine Energiebarriere überwunden werden. Es wird erst bei minus 38 Grad Celsius gefrieren.”

Schon die Entstehung von Regen setze Feinstaubpartikel in der Atmosphäre voraus, erklärt Wex. “Wolkentropfen wachsen auf diesen Aerosolen”. Erst wenn sie gefrieren, können sie genug weiteres Wasser anziehen, um schwer genug zu werden und herunterzufallen. “Im diesem Fall tauen sie wieder auf und kommen als Regen bei uns am Boden an. Ohne Staub wäre das nicht möglich”, so die Wissenschaftlerin.

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