Ackerpflanzen kamen relativ gut durch den Winter

Die milde Witterung und Regen sorgten dafür, dass Ackerpflanzen den Winter gut überstanden. Dennoch bereitet die anhaltende Trockenheit Sorgen.
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Foto: Hans/pixabay.com (Symbolbild)

Der vergangene Winter war durch milde Temperaturen und wenig Niederschläge in den letzten Monaten des Jahres 2019 gekennzeichnet. Das hatte Einfluss auf die Entwicklung der Ackerpflanzen. Die Vegetation konnte keine echte Vegetationsruhe erreichen. Schon im Februar zeigten sich die ersten Frühlingsanzeichen. Andererseits kam es dadurch auch nicht zu Auswinterungsschäden und die Kulturen konnten die schwierigen Aussaatbedingungen im Herbst wieder ausgleichen. Das geht aus der Bestandsaufnahme der Ackerkulturen des Landwirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern hervor. „Nach dem Dürrejahr 2018, dem Wechselbad der Gefühle 2019 und jetzt unter dem Druck der Corona-Krise sehen unsere Landwirte und auch ich mit sehr gemischten Gefühlen in die Zukunft,“ kommentierte Landwirtschaftsminister Till Backhaus das Ergebnis. Er sei optimistisch, wenn die Frühjahrstrockenheit nicht zu lange anhalte.

Ackerpflanzen leiden unter anhaltender Trockenheit

Die Bodenwasservorräte wurden durch die starken Niederschläge im Januar und Februar bis zum Einsetzen des Wachstums nur im Oberboden aufgefüllt. In den tieferen Schichten besteht das Defizit, wenn auch etwas verringert, fort. Das trockene sonnenreiche Wetter der letzten Wochen verschärft allerdings zunehmend die Wasserverfügbarkeit. Erste Bestände von Wintergetreide auf leichteren Böden zeigen bereits Reduktionen des Blattapparates. Die wieder einsetzende Abkühlung mit Frost vor Ostern verlangsamte die Pflanzenentwicklung im Allgemeinen. 

Klöckner: „Bei Bedarf müssen wir reagieren”

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner äußerte sich am Mittwoch in einem Videostatement zur aktuellen Lage: „Ein weiteres Dürrejahr würde die Betriebe hart treffen. Ich beobachte die Situation sehr genau, um bei Bedarf reagieren zu können.”

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