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Tornado in Franken: Feuerwehr gelingt beeindruckendes Video

Feuerwehrleute aus Franken filmten auf der Heimfahrt von einem Einsatz einen Tornado. Der DWD warnt vor stärkeren Tornados durch den Klimawandel.

Die Feuerwehr aus dem fränkischen Himmelkron hat vergangene Woche während der Rückfahrt von einem Einsatz ein spektakuläres Wetterphänomen gefilmt: Zwischen Neuenmarkt und Wirsberg im Landkreis Kulmbach fegte ein Tornado über das Land.

 

Quelle: Feuerwehr Himmelkron/Youtube/inFranken.de

 

Tornado hätte Hausdächer abdecken können

Wie das Internetportal inFranken.de schreibt, haben sowohl der Deutsche Wetterdienst (DWD) als auch sogenannte Stormchaser (Sturmjäger) bestätigt, dass der Wirbelsturm auf dem Video der Feuerwehr tatsächlich ein Tornado war. Es handelte sich laut inFranken.de um einen Tornado der “schwächeren Sorte”. Die Wirbelstürme, im unteren Bereich der internationalen Fujiata-Skala können dennoch bis zu 116 Stundenkilometer erreichen. Der Tornado in Franken hinterließ eine Schneise von bis zu 100 Metern Breite. Der DWD-Tornado-Beauftragte Andreas Friedrich bestätigte dem Internetportal, dass ein Sturm in dieser Kategorie schon Hausdächer abdecken kann. Glücklicherweise fegte der Tornado über unbebautes Gebiet.

Stärkere Tornados durch Klimawandel

Der DWD geht von 30 bis 60 bestätigten Tornados aus, die jährlich über Deutschland fegen. Die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich höher. Andreas Friedrich warnte in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung davor, dass mit dem Klimawandel zwar die Anzahl der Tornados nicht steige, diese aber stärker würden.

Geniales Video fast aus dem Inneren eines Tornados

Unerschrockene Sturmjäger wagen sich immer wieder in die Nähe von Tornados. Manchmal sogar sehr gefährlich nahe, wie das Video zeigt.

(Quelle: Youtube/accuweather.com)

„Ist das ein Tornado?“ „Klar! Fahren wir mal näher dran!“, hört man aufgeregte Stimmen. Gesagt getan! Vergangenes Jahr sind in der Nähe der Kleinstadt Wray im US-Bundesstaat Colorado unerschrockene „Storm Chasers“ – Sturmjäger – direkt an einen wütenden Tornado gefahren. Das Ergebnis: Ein beeindruckendes Video – bereits über 13 Millionen Mal angeklickt.

Wer macht denn sowas?

Sturmjäger nähern sich Tornados und anderen Unwettern und dokumentieren das Gesehene mit Foto- und Videokameras. Natürlich steckt hinter dem nicht ungefährlichen Hobby Abenteuerlust. Sie arbeiten aber auch mit Wetterdiensten zusammen. Videos werden oft auf Kongressen ausgewertet. In Deutschland erreichen Tornados zwar nicht die Stärke wie in Nordamerika, Sturmjäger gibt es aber auch hier. Laut Focus Online, sind etwa 300 Unerschrockene unterwegs, die sich Unwetter gefährlich nähern.

Der Ausflug an den Tornado in Colorado hätte auch schlimm ausgehen können. Auch für die Bewohner der Region ging es glimpflich aus. „Nur“ fünf Menschen wurden damals verletzt.

Wer Näheres zum Thema „Storm Chasing“ erfahren möchte, ist auf der Internetseite des deutschen Sturmjägers Martin Zoidl richtig.

Tornado-Alarm in Deutschland

Foto: pixabay (Symbolbild)

Foto: pixabay (Symbolbild)

Unwetter zogen vom Westen in den Osten.

Nach dem ersten richtig schönen Frühlingswochenende hat der Grillspaß vorerst ein Ende. In Teilen Deutschland ist Sturm angesagt. Anfang der Woche fegte ein Tornado über Ostwestfalen.

Im Landkreis Minden-Lübecke waren die Feuerwehren im Dauereinsatz. Dächer wurden abgedeckt, Bäume sind umgeknickt. Eine Windkraftanlage wurde von den Böen regelrecht zerlegt. Das Unwetter brachte auch Hagel und Gewitter mit sich. Ein Rollerfahrer wurde verletzt, als er über einen herausgespülten Gullideckel stürzte.

Am Montagabend hat das Unwetter im Westen nachgelassen. Dafür hat die Unwetterzentrale am Dienstag Warnungen für Teile Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns herausgegeben. Aber auch hier hat sich das Wetter derzeit wieder beruhigt. Da die Wettersituationen in den nächsten zwei Wochen wechselhaft ausfallen, könnte es erneut zu Unwettern kommen. Aktuelle Warnungen bestehen noch für die Spitze Dänemarks, die skandinavischen Ostseeküsten und Ostösterreich.

Tornados und Wirbelstürme entstehen bei großen Temperaturunterschieden. Die warme Luft sorgt für eine rotierende Bewegung in einer Wolke. Der Unterdruck im Zentrum des Tornados erzeugt dann den gefährlich Sog.

Wer die Entwicklung von Unwettern beobachten will, kann dies auf der Internetseite der Unwetterzentrale tun.

Hilfe für bayerische Tornadoopfer

Nach dem heftigen Tornado in Bayern hat der bayerische Ministerrat Soforthilfemaßnahmen für die Opfer beschlossen, denn die Schäden sind enorm.

Seit der Nacht vom 13. auf 14. Mai ist in den bayerischen Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg nichts mehr, wie es war. Ein Tornado fegt mit 250 Stundenkilometern über die schwäbische Region und hinterlässt einen Schaden von über 40 Millionen Euro. Etwa 200 Gebäude sind beschädigt, 30 davon gelten als ganz oder teilweise einsturzgefährdet und sind unbewohnbar.

Foto: pixabay.com (Symbolbild)

Foto: pixabay.com (Symbolbild)

Am Dienstag dieser Woche hat der bayerische Ministerrat unbürokratische Hilfsmaßnahmen für die rund 600 Betroffenen beschlossen. „Schnelle Geldhilfen sollen die erste Not lindern und die Zeit bis zur Auszahlung von Versicherungsleistungen überbrücken.“, so Finanzminister Markus Söder (CSU) in der Sitzung. Private Haushalte, die durch den Tornado in wirtschaftliche Notlage geraten sind, bekommen Soforthilfe von bis zu 5.000 Euro, große Unternehmen, deren Existenz gefährdet ist, können mit bis zu 200.000 Euro rechnen.

Auch steuerliche Maßnahmen sollen sofort greifen. „Steuern können gestundet, Vollstreckungsmaßnahmen aufgeschoben und Steuervorauszahlungen gestreckt werden. Auch Sonderabschreibungen sind möglich.“, sagte Söder und verweist dabei an das jeweils zuständige Finanzamt als Ansprechpartner. Land- und Forstwirte bekommen für Aufwuchs- und Ernteschäden sowie sonstige nicht versicherbare Schäden über 1.000 Euro einen Zuschuss von 50 Prozent des Schadens, maximal 50.000 Euro. Bei Existenzgefährdung sollen bis zu 100.000 Euro fließen.

Angesichts der zunehmend häufiger auftretenden Großschadensereignisse und Naturkatastrophen empfiehlt die bayerische Staatsregierung dringend, entsprechende Versicherungen abzuschließen.

Tornados: Warum auch wir in den Himmel gucken sollten

Grafik Tornados in DLIn Oklahoma (USA) sind zur Stunde immer noch alle verfügbaren Kräfte im Einsatz, das Chaos, das der Tornado hinterlassen hat, halbwegs in den Griff zu bekommen.

Wir fühlen uns weit weg von den tragischen Ereignissen, aber Ist es möglich, dass in Deutschland Tornados auftreten?

Es ist nicht nur möglich, es war auch schon da. Meteorologe Gerhard Lux gegenüber dem Nachrichtensender N24: „Tornados gibt es auch in Deutschland jedes Jahr. Bei uns werden jährlich etwa 20 bis 40 dokumentiert. In den USA sind es aber mindestens zehnmal so viele. Früher haben wir von ‘Windhosen’ gesprochen, jetzt sagen wir auch in Deutschland ‘Tornados’, um die Sache nicht zu verharmlosen, denn auch bei uns können beträchtliche Schäden entstehen.“

Den jüngsten US-Tornado ordnet man der Kategorie F5 (ca. 500 km/h) zu. In Deutschland sind bisher zwei mit dieser Geschwindigkeit bekannt. Einer fegte im 18. Jahrhundert und einer im 19. Jahrhundert über das Land.

Die letzten Jahre

2012 wurden in Deutschland 35 Tornados bestätigt. Im September wurde zum Beispiel Baden-Württemberg zweimal heimgesucht. Sowohl am 13. als auch am 19. September fegten Tornados über den Bodensee. Die meisten Meldungen kamen in den letzten Jahren allerdings aus dem Norden und dem Osten der Republik.
So meldete zum Beispiel die „Oldenburgische Volkszeitung“ am 24. September 2012: „Damme ( Niedersachsen, Landkreis Vechta, Anm. d. Red.). Es war eine Schneise der Verwüstung: Eine Windhose hat am Montag gegen 17 Uhr schwere Schäden in der Bauerschaft Südfelde angerichtet. Sie deckte mehrere Dächer ab. Darunter das eines Schweinestalls der Anlage Schwarze an der Straße Jeddebrock. Zudem entwurzelte die Windhose an mehreren Straßen Bäume. Die Dammer und die Borringhauser Wehr räumten die umgestürzten Bäume von den Fahrbahnen”. Ähnliche Meldungen kamen zum Beispiel auch aus Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Schleswig-Holstein.

Ob das Auftreten von Wirbelstürmen in Europa unmittelbar mit einer Klimaveränderung zu tun hat, zweifeln Wissenschaftler an, da das Auftreten von Windhosen seit Beginn von nachvollziehbaren Berichten, die es schon seit einigen hundert Jahren gibt, keinen großartigen Schwankungen unterliegen. Von 2001 bis 2012 fegten 661 Tornados über Deutschland, 1452 weitere Naturphänomene wurden als  „Verdacht auf Tornado” eingestuft.

 

Die “Tornado-Alley”

Während wir hier in Deutschland endlich die Frühlingssonnenstrahlen genießen können, kämpfen die Menschen in Texas mit den Verwüstungen, die ein Tornado am Mittwochabend (Ortszeit), angerichtet hat. Besonders stark hat es die Stadt Granbury getroffen, wo der Wirbelsturm erhebliche Schäden anrichtete. Autos wurden durch die Luft gewirbelt, Bäume entwurzelt und sogar ganze Häuser stürzten ein. In der Gegend um Granbury gingen

Tornado

Justin1569 at en.wikipedia via Wikimedia Commons

Hagelkörner, groß wie Baseballs, nieder, etwas weiter entfernt sogar in der Größe von Grapefruits. Berichten zufolge starben sechs Menschen und mehr als 100 wurden verletzt.

Leider sind Wirbelstürme in dieser Gegend, dem Mittleren Westen der USA, um diese Jahreszeit keine Seltenheit. Darum wird diese Gegend, das nördliche Texas sowie fast alle weiteren Bundesstaaten bis in den Norden, auch “Tornado Alley” genannt. Warme, feuchte Luft kommt im Frühjahr aus dem Golf vom Mexiko und strömt nördlich. Zur gleichen Zeit kommen von Kanada schnelle Kaltluftmassen über die Rocky Mountains hinweg in Richtung Süden. Die kalte Luft legt sich auf die warme, obwohl sie schwerer ist. Somit wird die Warmluft verdrängt, es kommt zu Verwirbelungen und riesige Gewitterwolken entstehen. Da die beiden Luftmassen unterschiedliche Zugrichtungen und -geschwindigkeiten haben, beginnen sie zu rotieren und werden zu einem Wirbelsturm.

Tornado Alley

By National Severe Storms Laboratory [Public domain], via Wikimedia Commons

Da man jährlich über 1.000 Wirbelstürme in den USA beobachten kann, versuchen sich die Menschen, vor allem in der “Tornado Alley” daran anzupassen. Die Dächer der Häuser haben strikte Baubestimmungen und es sollte ein Schutzkeller sowie Tornadosirenen vorhanden sein.

Wir hoffen, dass die zerstörten Häuser in Granbury bald wieder aufgebaut werden können und dass uns unser Frühlingswetter erhalten bleibt.

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wetterphänomen

Screen: Instagram

Auf dem Foto sieht es aus, wie ein Wasserfall oder eine Monsterwelle. Doch weit gefehlt! Was Anfang September unter den Besuchern des Strandes in Rio de Janeiro Panik auslöste, war eine sogenannte Rollwolke – eine Roll Cloud. Sie hat sich fünf Minuten lang über die Küste bewegt. Man kann durchaus von einem horizontalen Tornado sprechen. Das beeindruckende und zugleich bedrohend wirkende Wetterphänomen war auch schon in Deutschland zu beobachten.

Was steckt hinter dem Wetterphänomen?

Bei der Roll Cloud handelt es sich um eine walzenförmige Wolke mit horizontal verlaufender Achse. In der Wolkenklassifikation entspricht sie der Sonderform “Arcus”. Sie kann entstehen, wenn während eines Gewitters Luft nach unten fällt und sich dann ausbreitet. Die ausströmende kalte Luft vermengt sich mit der warmen bodennahen Luft. Nachdem sich die Böenfront von den Gewitterwolken gelöst hat, beginnt sie zu rotieren. Die Wolke an sich ist nicht gefährlich, doch da sie mit Gewittern auftritt, besteht natürlich zum Zeitpunkt die “normale” Gefahr, die Gewitter bergen. Am häufigsten kommt es in Australien zur Bildung von Roll Clouds.

Ereignisse in Deutschland

Berichte über das Wetterphänomen gibt es zum Beispiel aus dem Ruhrgebiet sowie aus Baden-Württemberg und Bayern. 2017 filmten Mitarbeiter des Flughafens München eine Roll Cloud, die über die Start- und Landebahnen fegte.

 

 

Video: Youtube/JonnyTGood