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Ackerpflanzen kamen relativ gut durch den Winter

Die milde Witterung und Regen sorgten dafür, dass Ackerpflanzen den Winter gut überstanden. Dennoch bereitet die anhaltende Trockenheit Sorgen.
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Klimawandel ist regionaler als bisher angenommen

Klimamodelle werden vor allem global konstruiert. Wissenschaftler der Uni Hohenheim erforschen nun den Klimawandel auf Basis regionaler Daten in Zusammenhang mit Kulturpflanzen.

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Foto: pixabay (Symbolbild)

Während der Klimawandel vor allem global beobachtet wird, beschäftigen sich seit sieben Jahren Forscher der Universität Hohenheim mit dem “regionalen Klimawandel”. Bislang verwendeten die Klimamodelle bei der Landnutzung den aus Satellitenbildern abgeleiteten aktuellen Stand aus Referenzjahren. Dabei wird die Entwicklung konstant bis ins Jahr 2100 simuliert. Die Stuttgarter Wissenschaftler halten das für unrealistisch. Der Klimawandel spielt sich regionaler ab und in verschiedenen Regionen in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Um die Klimaentwicklung auf regionaler Basis analysieren zu können, greifen die Forscher auf  Temperaturen, Niederschläge, Bodenwasser, Energie, CO2, verschiedene Pflanzeneigenschaften und die organische Substanz im jeweiligen Boden zurück.

Kulturpflanzen beeinflussen Klimawandel

“Die Vegetationsentwicklung ändert sich in Reaktion auf den Klimawandel”, erklärt Prof. Dr. Thilo Streck. Und die Vegetation ist in verschiedenen Regionen unterschiedlich. „Bei frühdeckenden Kulturen wie Wintergetreide ist der Wasser- und Energieaustausch mit der Atmosphäre anders zeitlich verteilt als etwa bei Mais“, so der Wissenschaftler. Und das habe Einfluss auf Wetter und Klima.

Zwei unterschiedliche Modellregionen

Zwei unterschiedliche Landschaften Südwestdeutschlands dienen als Modell: der Kraichgau und die Mittlere Schwäbische Alb. Sie unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht: Der Kraichgau wird intensiv ackerbaulich genutzt und weist ein mildes Klima auf, die Mittlere Schwäbische Alb dagegen ist kühler, niederschlagsreicher und wird vor allem als Grünland genutzt. Die Forschungsgruppe “Regionaler Klimawandel” beobachtet exemplarisch, wie sich diese Agrarlandschaften unter dem Klimawandel künftig entwickeln.

Trockenheit: Erheblicher Rückgang bei Kartoffel- und Raufutterernte

Aufgrund der Trockenheit in diesem Jahr fiel auch die Ernte von Kartoffeln und Raufutter schlecht aus. In Mecklenburg-Vorpommern lag der Ertrag bei der Kartoffelernte 13 Prozent unter dem Durchschnitt.

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Foto: pixabay

In Mecklenburg-Vorpommern wurden dieses Jahr auf einer Fläche von 12.400 Hektar 396.600 Tonnen Kartoffeln geerntet. Wie das Landesamt für innere Verwaltung mitteilt, liegt diese Menge 13 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre. Wie andere Landwirte mit Ackerbau sind auch Betriebe mit Kartoffelanbau von den hohen Temperaturen und der damit verbundenen Trockenheit betroffen.

Auch weniger Grünfutter wegen Trockenheit

Pflanzen zur Grünernte sind ebenfalls von der Dürre betroffen. Bezogen auf den Hektarertrag der letzten sechs Jahre musste beim Silomais ein Verlust von 29 Prozent und beim Getreide zur Ganzpflanzenernte von 32 Prozent hingenommen werden. Auch die Erträge bei Leguminosen (minus 45 Prozent) und beim Feldgras (minus 50 Prozent) fielen nicht besser aus. Bei Weiden und Wiesen ging der Ertrag fast um die Hälfte zurück.

Absicherung gegen Schäden durch Extremwetter immer wichtiger Durch die Veränderung des Klimas wird es immer wichtiger, dass sich gerade Pflanzenbaubetriebe gegen Schäden durch Naturgewalten versichern. Auch Verbände raten zu professionellem Risikomanagement. Die spezielle Wetterversicherung für landwirtschaftliche Betriebe der Chemnitzer gvf VersicherungsMakler AG löst das Problem. Sinken Erträge durch Wettereinflüsse, entstehen Einnahmeverluste und Zusatzausgaben. Diese werden durch diese Risikoabsicherung geglättet, sodass das Jahresergebnis kalkulierbar bleibt. “Die Wetterversicherung” wird betriebsindividuell gegen die für die jeweiligen Feldfrüchte riskanten Ausprägungen versichert. Um das Agrarwetter am eigenen Standort immer im Blick zu haben, hat gruuna, ein Tochterunternehmen der gvf VersicherungsMakler AG, eine digitale Wetterstation entwickelt. Diese zeigt alle relevanten Daten direkt am Bestand.

Dürre: Mecklenburg-Vorpommern berechnet Hilfszahlungen neu

In Mecklenburg-Vorpommern werden Schäden durch die Dürre nicht mit den Erlösen aus der Tierhaltung gegengerechnet. Das Agrarministerium nimmt dieses Angebot des Bundes wahr. Um bisher benachteiligten Landwirten mehr Zeit zu geben, wurde die Frist verlängert.

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Foto: hykoe/Adobe Stock (Symbolbild)

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass landwirtschaftliche Betriebe ihre Erlöse aus der Tierhaltung nicht den Schäden durch die Dürre im Ackerbau aufrechnen müssen. Die Gegenrechnung führte in vielen Fällen zu einer Verringerung des errechneten Schadens. Die Auszahlung war entsprechend gering. Verpflichtend ist die Entscheidung für die einzelnen Länder nicht. Das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern nimmt das Angebot des Bundes wahr.

Er sei froh, dass der Bund erkannt habe, dass insbesondere rinderhaltende Betriebe von den Hilfsmaßnahmen nur wenig profitierten, sagte Landwirtschaftsminister Till Backhaus. Die Betriebe mussten teilweise sogar die Viehbestände reduzieren.

Hilfen werden neu berechnet

Für die Landwirte bedeutet das, dass bei der Antragsbearbeitung jetzt nur die witterungsbedingten Schäden aus der Tierhaltung betrachtet werden, die durch die Dürre entstanden sind. Die Erlöse spielen dabei keine Rolle.

Das Landwirtschaftsministerium in Schwerin prüft nun, inwieweit die derzeit vorliegenden Anträge ausreichen, um die Schäden neu zu berechnen. Zudem wird die Antragsfrist verlängert. Landwirte, die aufgrund der bisherigen Schadensbetrachtung herausgefallen waren, können so ihren Antrag noch stellen.

Anträge können noch bis zum 30. November beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg gestellt werden. Inwieweit eine Auszahlung von Vorschüssen für die Neuanträge in diesem Jahr möglich sei, hänge von der Anzahl der dann noch zu bearbeitenden Anträge ab, heißt es aus dem Landwirtschaftsministerium.

Hitzewelle: Besonders Bäume in Hanglagen leiden unter Trockenheit

Durch die diesjährige Hitzewelle wurden die Wälder stark in Mitleidenschaft gezogen – mit unterschiedlichen Auswirkungen.

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Foto: pixabay

Die Landwirtschaft musste aufgrund der lange andauernden Hitzewelle in diesem Jahr Milliardenschäden hinnehmen. Experten verbinden das überdurchschnittlich warme Klima mit dem Klimawandel aufgrund des Treibhauseffekts. Doch nicht nur der Ackerbau ist betroffen, auch Bäume bekommen immer noch zu wenig Wasser. Der Boden ist ausgetrocknet. Wie die Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft (BLE) mitteilt, kommen gerade Bäume in Hanglagen an nicht genug Wasser.

Je tiefer die Wurzeln in den Untergrund reichen, desto mehr Wasser erhalten sie zwar, allerdings nicht überall. Je höher am Hang und je stärker die Sonneneinstrahlung, desto weniger Wasser ist verfügbar. Bäume in schattigen Muldenlagen sind in einer besseren Situation, denn hier sickert im Untergrund oft so genanntes „Hangzugwasser“ den Berg abwärts.

Bäume sind empfindlicher

Aber auch die Wälder in den Tallagen haben zu wenig Wasser. Ob alle jetzt schon entblätterten Laubbäume genug Reserven bilden konnten, wird sich erst im kommenden Frühjahr zeigen. Schädlingsbefall sorgte in diesem Sommer zusätzlich für viele Baumschäden.

Wie sehr die Bäume unter der Trockenheit leiden, lässt sich an der bereits einsetzenden Herbstverfärbung der Laubbäume erkennen: Mit der Verfärbung und dem Blattfall verhindern die Bäume, noch mehr Wasser zu verlieren. Sie treten in eine verfrühte „Winterruhe“.

Jungpflanzen sterben ab

Stark in Mitleidenschaft gezogen wurden auch Jungpflanzen, die noch keine tiefreichenden Wurzeln bilden konnten. Die Entwicklung dieser kleinen Bäume ist stark belastet, da viele Feinwurzeln durch die Trockenheit absterben. Dies hat Folgen für die kommenden Jahre, selbst wenn das Wetter wieder gemäßigter wird. Wie viele der Jungpflanzen vollständig abgestorben sind, wird sich ebenfalls erst im kommenden Frühjahr zeigen.

Unterschiedliche Auswirkungen der Hitzewelle

Fichten und Tannen leiden unter Borkenkäfern, Kiefern vor allem unter Insekten- und Pilzbefall. Ökologisch besonders wichtige Alteichenbestände wurden regional durch Eichenprozessionsspinner, Schwammspinner, Eichenprachtkäfer und weitere Insektenarten teilweise mehrfach hintereinander stark geschädigt.

Ernteversicherungen in der Mongolei

Foto: Pixabay

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In enger Zusammenarbeit mit der IAK Agrar Consulting GmbH findet ein weiterer Besuch in der Mongolei von Herrn Mahler statt. Beim Deutsch – Mongolischen Kooperationsprojekt Nachhaltige Landwirtschaft erfolgt eine Beratung zum Gesetzentwurf zur Etablierung von Ernteversicherungen.

Von Seiten des Projektes heißt es: “Ernteversicherungen werden von landwirtschaftlichen Betrieben zur Absicherung von Ernteverlusten durch Extremwetterereignisse (z. B. Dürre, Hagel) genutzt. Ackerbauern in der Mongolei sollen zukünftig Ernteversicherungen als ein Instrument des Risikomanagements angeboten werden. Im Vorfeld wurde durch eine interministerielle Arbeitsgruppe (MELL und Finanzministerium) ein erster Gesetzentwurf zur Etablierung von Ernteversicherungen in der Mongolei entworfen. Darüber hinaus wird im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens eine Machbarkeitsstudie gefordert. Das DMKNL hat das MELL sowie die Rückversicherung AgRe JSC bei der Formulierung eines Gesetzentwurfs und der Erstellung der Studie beraten bzw. fachlich unterstützt.

Anfang September ist ein weiterer Experteneinsatz durch das DMKNL vorgesehen. Herr Mahler (Prokurist bei der gvf VersicherungsMakler AG) wird die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie, welche auch auf mögliche Subventionsmaßnahmen eingeht, den Mitgliedern der interministeriellen Arbeitsgruppe vorstellen

Fachgespräche und der Erfahrungsaustausch zwischen Herrn Mahler und Vertretern des MELL, der mongolischen Versicherungswirtschaft, Verbänden und Produzenten sollen einen fachlichen Beitragzur Diskussion über mögliche Versicherungsprodukte und das Ernteversicherungsgesetzes leisten.

Ferner ist ein Seminar zum Thema „Ernteversicherung als Instrument des Risikomanagements landwirtschaftlicher Betriebe“ vorgesehen.”

Mehr Informationen erhalten Sie unter: https://www.dmknl.de/de/veranstaltungen-detail/beratung-zum-gesetzentwurf-zur-etablierung-von-ernteversicherungen-in-der-mongolei.html

Neues DLG-Merkblatt informiert über Mehrgefahrenversicherungen in der Landwirtschaft

mehrgefahrenversicherungDie DLG-Arbeitsgruppe Banken und Versicherungen hat ein Merkblatt zur Mehrgefahrenversicherung in der Landwirtschaft herausgegeben. Einer der Autoren ist Sebastian Mahler von der gvf VersicherungsMakler AG.

In dem Merkbblatt beschreiben die Autoren alle wesentlichen Aspekte zu Mehrgefahrenversicherungen in der Pflanzenproduktion wie auch zu Tierversicherungen. Bei der Pflanzenproduktion gehen die Experten auf den Wandel klimatischer Bedingungen für den Ackerbau ein, beschreiben Extremwetterereignisse und die Risiken für Landwirte.

Die besonders lesenswerte Broschüre können Sie hier downloaden: https://www.dlg.org/de/landwirtschaft/themen/oekonomie/banken-und-versicherungen/dlg-merkblatt-434/

Unwetter hinterlassen seit Juni Millionenschäden

Seit Juni kommt es immer wieder zu Starkregen. Laut einer Studie müssen wir uns daran gewöhnen. Ernteabsicherung ist also wichtiger als je zuvor.

Foto: pixabay

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Im Juni und Juli waren weite Teile Deutschlands von Starkregen und sogar Hagel betroffen. Vor allem die Nordhälfte der Bundesrepublik bekam die Unwetter „Paul“ und „Rasmund“ sowie zuletzt das Tief „Alfred“ zu spüren. Mit bundesweit rund 130 l/m² erreichte der Juli mehr als das Doppelte seines Solls von 78 l/m². Damit gehört er zu den zehn niederschlagsreichsten Juli-Monaten seit Messbeginn 1881. Laut erster Einschätzung des Gesamtverbandes der deutschen Versicherer (gdv) entstand insgesamt ein Schaden von 60 Millionen Euro.

Ernteunterbrechungen und Schäden

Während Unwetter „Paul“ insgesamt etwa 50.000 Hektar Ernte vernichtete, verschonte „Alfred“ die Landwirtschaft weitgehend. Der Gesamtschaden liegt dennoch im zweistelligen Millionenbereich. Die seit Juni anhaltenden Starkregenereignisse sorgen auch für Ernteunterbrechungen. Betroffen sind nahezu alle Ackerbaukulturen – Wintergetreide, Mais, Zuckerrüben, Erbsen, Raps und Kartoffeln. Eine abschließende Erntebilanz wird der Deutsche Bauernverband (DBV) am 22. August veröffentlichen.

Extremwetter nimmt zu

Laut einer gemeinsamen Studie des Thünen-Instituts, des Julius-Kühn-Instituts (JKI) und des Deutschen Wetterdienstes werden in den nächsten Jahrzehnten nicht nur Stürme, Hitze und Trockenheit zunehmen, sonder auch Starkregenereignisse. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat in diesem Zusammenhang eine Broschüre aufgelegt, in der aufgeklärt wird, in welcher Form sich Unternehmen des Agrarbereichs und der Forstwirtschaft gegen Wetterschäden absichern. Außerdem wird informiert, wo Land- und Forstwirte gegebenenfalls Hilfe erhalten können.

Die Broschüre kann auf der Internetseite des Bundeslandwirtschaftsministerium kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden.

Frostschäden drohen

Wintereinbrüche nach dem warmen März gefährden Obst und Sommergerste.

apfelba%cc%88ume-winterDer warme März sorgte für einen frühen Vegetationsbeginn. Doch jetzt der Einschnitt: Frost und sogar Schneefälle in Teilen Deutschlands. Schnee im April ist zwar nicht ungewöhnlich. Doch die ungewöhnliche Folge der Kältewelle auf die für den März ungewöhnlich warmen Temperaturen lässt Obstbauern und Winzer zittern.

Die Temperaturen sollen in den nächsten Tagen tagsüber im einstelligen Bereich liegen, für die Nächte sind sogar Minusgrade angesagt. „Wenn die Nächte klar sind und das Thermometer auf -4 bis -6 Grad fällt, dann schädigt der Frost die Obstblüte“, sagt Helmut Jäger, Präsident des Bayerischen Erwerbsobstbau-Verbandes e.V.. Derzeit blühen in den Obstanbaugebieten Apfel-, Birnen- und Kirschbäume sowie teilweise die Erdbeeren. „Wir können die Erdbeerpflanzen mit Abdeckungen schützen, aber ab -2 Grad ist auch hier das Ende der Fahnenstange erreicht“, sagt Jäger.

Neue Aussaat notwendig

Ähnliche Sorgen haben auch die Ackerbauern, die in den vergangenen Wochen bereits Rüben und Sommergerste ausgesät haben und bei denen die ersten Pflänzchen „aufgelaufen“ sind, das heißt wenn der junge Keim den Boden durchstoßen hat und das erste Grün auf dem Feld sichtbar ist. „Vor allem die jungen Rübenpflanzen sind sehr empfindlich“, sagt Johann Graf, Ackerbaureferent beim Bayerischen Bauernverband. Wenn die Jungpflanzen erfrieren, bleibt den Bauern nur eines: neu aussäen.

Weniger Probleme beim Spargel

Auch der Spargel war dieses Jahr früher dran. Theo Däxl vom Bayerischen Bauernverband (BBV) sieht aber derzeit noch keine größeren Probleme: „Die Vegetation ist heuer circa zwei Wochen früher dran. In den vergangenen Wochen war es für die Jahreszeit eher etwas zu warm – hier tritt jetzt eine Normalisierung ein“. Der Spargel wachse bei kühleren Temperaturen weiter, nur eben langsamer.

Frost und Schnee gut für Landwirtschaft

Ein extremer Winter hat auf Boden und Pflanzen positive Auswirkungen.

Foto: pixabay (Symbolbild)

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„Ist der Winter warm, wird der Bauer arm“, sagt eine alte Bauernregel. Von Bauernregeln kann man halten, was man möchte. Etwas überspitzt ausgedrückt ist an der Regel aber etwas dran. Denn Temperaturen unter Null machen den Boden lockerer und eine Schneedecke schützt Winterkulturen.

Die Auswirkungen auf den Boden bei frostigen Temperaturen ist einfach zu erklären: Wenn Frost in den Boden eindringt, gefriert die Feuchtigkeit. Da Eis ein größeres Volumen als Wasser hat, werden größere Erdklumpen auseinander gesprengt – der Boden wird feinkrumiger, vorher verdichtete Stellen werden durchlässiger. Auch eine oberflächliche Schlammkruste, die sich bei lehmigen Böden nach langen Regenfällen bildet, wird durch den Frost aufgebrochen, beschreibt der Bayerische Bauernverband (BBV) die positiven Auswirkungen von Frost. Felder lassen sich dadurch im Frühjahr gut bearbeiten.

„Bettdecke“ für Felder

Eine Schneedecke auf den Feldern wiederum hat eine isolierende Wirkung, vergleichbar mit einer Bettdecke. Denn Schnee ist ein schlechter Wärmeleiter. Die Schneeschicht verhindert, dass die Wärme aus tieferen Erdschichten nach oben gelangt und von der Oberfläche abstrahlt. Unter der Schneedecke können viele Pflanzen einen kalten Winter überstehen. „Für den erfolgreichen Anbau von Wintergetreide und Winterraps ist eine Schneedecke sehr wichtig, denn sie schützt das junge Getreide vor dem Erfrieren“, sagt BBV-Ackerbaureferent Anton Huber.

Darüber hinaus haben die Pflanzen selbst einen Schutzmechanismus, wie Huber erklärt: „Sie stellen ihren Stoffwechsel um. Wenn sie mehrere Abhärtungsstufen durchlaufen haben, überstehen Gerste und Raps dann in der Regel Frost bis zu minus 15 Grad, Weizen auch bis zu minus 20 Grad.“ Gleichzeitig helfe Schnee, das Wasserdefizit insbesondere in den Waldböden auszugleichen. Schaden durch den tiefen Winter nehmen dagegen Schädlinge.